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  Endlich frei vom Asthmaspray.   HOME   

TYPBERATUNG: AUSZUG AUS BUCH 2 KAPITEL 2 „ENDLICH FREI VOM CORTISONSPRAY“


Am 31.12.2001 feierte ich in Saas-Fee meinen 30. Geburtstag. Es war herrlich. Ich hatte mich mit meiner Freundin auf den Weg nach Saas-Fee gemacht, da das Städtchen aufgrund seiner Höhe die ideale Umgebung für einen milbenfreien Urlaub bietet. Wohlweislich hatte ich mein eigenes Deckbett mitgebracht, um einer Belastung durch Bettfedern zu meiden. Ich hatte mich bereits am 26.12. 2001 auf den Weg gemacht. Wir wollten mindestens 10 Tage in den Bergen verbringen, um meinem Körper ausreichend Zeit zu geben, um sich zu entspannen. Der Urlaub war recht teuer. Wir kein preisgünstigeres Ziel mehr buchen können – der Urlaub war von mir sehr kurzfristig gebucht worden. So hatten wir nur noch etwas im schönen und recht teuren Saas-Fee gefunden, wo wir den ganzen Tag Ski fuhren und die Abende im Schwimmbad der Gemeinde verbrachten.

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Der Grund für unseren spontanen Urlaub lag in einer Überlegung, die ich Ende November traf. Ich erinnerte mich nämlich an meinen Kuraufenthalt in der Hochgebirgsklinik in Davos, in der ich mich mit 16 Jahren für 4 Wochen aufhalten durfte. Damals hatte ich Ekzeme an Armen und Beinen bekommen und diese auf die Saunaanlage in Davos zurückgeführt. Ich dachte schlichtweg, ich wäre mit einem Pilz oder etwas ähnlichem in Berührung gekommen. Nach meiner Rückkehr blieben die Ekzeme eine Weile, bevor sie wieder verschwanden. Gleichzeitig hatte ich eine deutliche Verbesserung meiner Atemprobleme verspürt, die jedoch nach etwa zehn Monaten nachgelassen hatte. Ich brachte diese Erinnerung nun in Zusammenhang mit meinen bisher gemachten Erfahrungen und erinnerte mich dabei an den Prozess der Gesundung beim Allergiker, den ich im ersten Band bereits besprochen habe.

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Was wäre also, wenn die Ekzeme, die ich in Davos bekam, die ersten Schritte eines Heilprozesses waren? Hatte der behandelnde Arzt damals nicht selber gesagt, dass dies manchmal passiert, nämlich dass Ekzeme erst in der Höhe “herauskommen”. Da hatte er sich geirrt. Dieses “Herauskommen” ist nämlich der erste Schritt zur Heilung. Ich wollte wieder in die Klinik nach Davos, jedoch gelang es mir nicht. Kuraufenthalte werden in der Regel nur noch in Deutschland genehmigt, und hier gab es keine Kurklinik in der für mich ausreichenden Höhenlage. Die Kuren, die ich hätte machen können, wären reine Zeitverschwendung gewesen!

Ich musste mir also Geld leihen und schnellstmöglich ins Hochgebirge auf eine vergleichbare Höhe zu fahren, um meinen Gesundungsprozess weiter nach vorne treiben zu können.

Absetzen von Cortison
Bereits nach 5 Tagen Aufenthalt aß ich am 31.12.2001, an meinem 30. Geburtstag ein Käsefondue, wie ich es früher, bis zum Eintreten meiner Käseallergie, immer getan hatte. Ich war immer davon ausgegangen, dass man alles, was „man“ bis zu seinem 30. Lebensjahr nicht lernt, nicht mehr lernen würde. Das sehe ich heute natürlich anders. Nun schien sich ein Traum zu erfüllen: Ich aß an meinem 30. Geburtstag ein Käsefondue, ohne Probleme zu bekommen. Doch das viel unglaubliche passierte 2-3 Tage später, als ich bemerkte, dass ich ganz vergessen hatte, mein Cortisoninhalat einzunehmen. Ich war verunsichert. Sollte ich es jetzt schon absetzen, einfach so. Mir ging es atemtechnisch prima. Ich hatte allerdings Notmedikamente nicht dabei. Diese hatte ich mir besorgt, falls es in Anschluss an das Absetzen des Cortisons zu einem sogenannten Reboundeffekt - also einer sich verschlimmernden Entzündungslage der Bronchien - kommen würde. Zu ihnen zählten Solosin®-Trinkampullen, Spiropent®-Tropfen und ein Asthmaspray. Ich wollte kein Risiko eingehen. Jetzt schien sich das Problem jedoch von selbst erledigt zu haben. Ich beschloss, bis zu meiner Rückkehr am 7. Januar nach Bonn - Bad Godesberg zunächst kein Cortison mehr einzunehmen und mir dann weitere Gedanken zu machen. So genoss ich zusammen mit meiner Freundin die letzten Tage unseres Urlaubs.

Zurück in Bonn nahm ich immer noch kein Cortison ein. Ich war nun noch viel mehr als früher in der Lage festzustellen, was mein Körper essen wollte und was nicht. Ich hatte einen herrlichen Urlaub verbracht und wusste nun ganz sicher, dass ich ein “Hochgebirgs-Typus” war. Es gibt auch Allergiker, bei denen der Aufenthalt an der See ähnliche Effekte mit sich bringt, sodass sie also plötzlich alles Essen können “wie früher” und gar keine Probleme mehr haben. Diese Wirkung hatte das Hochgebirge auf mich und ich wusste, ich würde nun versuchen, einmal jährlich in die Höhe zu fahren, um meinen Gesundheitszustand dauerhaft zu festigen.
Asthma und Allergie nach Typ
Unterschiedliche Klimabedingungen und Genesungsvoraussetzung bei Asthma und Allergien nach Typ; Landschaft; Effekt

Typ 1 Hochgebirge Gesundheitsverbesserung bei einer Höhe von über 1600m, u.a. durch Karenz von Pollen und Milben

Typ 2 Meer Gesundheitsverbesserung am Meer, besonders auch der Haut

Typ 3 Flachland Verbesserung beim Verlassen der Höhenlage oder des Meerreizklimas

Es wird also unter meinen Lesern jedoch auch jene geben, die nicht zum Typus 1 gehören, dem das Hochgebirge zuträglich ist, sondern zum Typus “Meeresklima”, die ich als Typus 2 bezeichnen möchte. Andere wiederum leben schon in den Bergen oder am Meer und fahren regelmäßig ins flache Hinterland, um ihrem Körper ein anderes, reizärmeres Klima zu gönnen. Dies sind die Allergiker des Typus 3. Auf einer meiner Reisen erzählte mir eine schweizer Dame aus dem Engadin, dass der zuständige Kanton die Kranken hinunter ins Flachland schicken würde, um sie dort zu kurieren, da die Höhenlage nicht für alle Personen auf Dauer geeignet sei. So bleibt es an jedem selbst für sich festzustellen, welcher Landschaftstypus er ist und in welcher der jeweiligen Landschaften er eine unmittelbare Besserung seiner Beschwerden nach nur kurzer Zeit erfährt.

Ich war nun cortisonfrei.

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